Teil 4 – Sklave von Meerschweinchen

So aufmerksam Frauen und Männer in zwischenmenschlichen Beziehungen auch sein können. So unaufmerksam schleichen und unterwandern Meerschweinchen ihre Eigentümer. Ganz heimlich werden Menschen zu untergebenen Ihrer ach so süßen Schweinchen.

Bei Hunden ist der Herrscher der Mensch nur in niedlicher als Herrchen ausgedrückt. Bei Katzen sagt man gern Katzenmama. Und bei Meerschweinchen ist der Mensch der Futtersklave. Das brachte mich übrigens auch auf den Song: “Lass mich Dein Sklave sein..”

Ist schon Interessant. Die Frau emanzipiert vom Mann, unterwirft sich dem Meerschweinchen. Man könnte denken, die Frau braucht was, wo sie sich unterwerfen kann. Dabei sind die Abhängigkeiten anders. Das Meerschweinchen ist abhängig vom Zweibein wegen Unterhalt und Futter. Um überleben zu können, müsste es sich notfalls unterwerfen. Der Hund macht das. Wäre da nicht die viel größere Abhängigkeit des Menschen vom Meerschweinchen. Es ist die emotionale Abhängigkeit von Mensch zum Meerschweinchen. Und weil diese emotionale Abhängigkeit so extrem ist, unterwirft sich das Zweibein so sehr, dass es sich schon freiwillig liebevoll Futtersklave nennt. Und das ist bei mir auch so. Meerschweinchen sind schlauer als Hunde? Oder punkten sie nur, weil sie niedlicher sind?

Außerdem, will ich mich als Mann unterwerfen? Bestimmt nicht. Das verbietet das Klischee. Ich bin doch der harte Kerl, der mit seiner “charmanten Clooney-Art” kein Sklave sein will. Und dann kamen die Meerschweinchen. Ich komme morgens die Treppe runter und meine Meerschweinchen hören es schon an der ersten Stufe. Sie quieken bis ich genervt Futter gebe. Selbst meine Kinder sind bei Süßigkeiten nicht so penetrant am nerven, wenn es um Süßigkeiten geht. Der harte Kerl wird zum Untertanen seiner Haustiere. Alles nur aus Liebe. Und daher auch “Ich liebe doch mein Meerschwein”

Meine Meerschweinchen sind auch noch wählerisch. Und die Macht demonstriert Tornado. Tornado will immer erst etwas Futter aus meiner Hand. Sonst frisst sie nicht. Komme ich mit Sellerie oder Möhre, sind meine sechs Meerschweinchen eingeschnappt. Gebe ich Gurke, dann wird mir notfalls in den Finger gebissen, bis ich sie loslasse. Ohne dass ich es direkt gemerkt habe, hab ich mich meinen Meerschweinchen unterworfen. Charm hilft da nicht mehr. Die Meerschweinchen bestechen durch Niedlichkeit. Da gibt es kein Gegenhalten.

Merke: Meerschweinchen sind nicht nur soziale Wesen. Sie merken auch, wie man Dinge für sich nutzen kann.

Teil 5 – Verantwortung
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